Wund – Heilung unterstützen

Die Wundheilung kann durch verschiedene Faktoren gefördert werden.

Wichtig ist, dass eine Wunde keimfrei bleibt und die Wundränder nicht unter Spannung stehen. Mit einer erhöhten Lagerung und Ruhigstellung der verletzten Körperpartie kann man ebenfalls die Wundheilung fördern.

Weitere Faktoren sind ein guter Allgemein- und Ernährungszustand, eine gute Durchblutung und die Erhaltung der Körperwärme im Wundgebiet.

Die richtige Wundversorgung vorab

Blutende und offene Wunden erst auf natürlichem Wege verschließen lassen. Der Wundverschluss erfolgt, wenn das Blut gerinnt. Frische Wunden daher zunächst mit einer Wundauflage zudecken und die Blutung somit erst einmal stillen. Danach kann mit der Wundreinigung, Desinfektion und der Unterstützung des Heilungsprozesses begonnen werden.

Wunde nach dem Stillen der Blutung am besten mit einer Ringerkochlösung reinigen. Ist diese nicht vorhanden, ist auch fließendes Wasser oder abgekühlter Kamillentee geeignet. Wichtig ist dass die Hände gewaschen und desinfiziert sind und wenn spezielle Handschuhe getragen werden. In der Apotheke gibt es auch spezielle Wundreinigungstücher, die sehr praktisch für unterwegs sind. Splitter, Steinchen oder kleine Verunreinigungen werden am besten mit einer sterilen Pinzette entfernt.

Nach der Reinigung sollte die Wunde noch einmal desinfiziert werden, mit einer getränkten Kompresse oder einem geeigneten Spray.

Die Wunde sollte dann zunächst verschlossen werden, damit der Heilungsprozess beginnen kann. Hier eignet sich ein Verband, Kompresse, Pflaster oder ähnliches.

 

Was wirkt negativ auf die Wundheilung

Einige Faktoren wirken sich negativ auf den Heilungsprozess von Wunden aus. Diese sollten daher vermieden oder reduziert werden.

Dazu gehört z. B. eine Unterernährung. Auch ein Mangel an Vitaminen (wie Vitamin C), Spurenelementen (wie Zink, Eisen) oder Eiweiß wirkt sich negativ auf die Wund – Heilung aus. Ebenso kann starkes Übergewicht den Heilungsprozess von Wunden stören.

Das Gleiche gilt für Austrocknung, Kälte, Fremdkörper in der Wunde, bestimmte Medikamente (Kortison haltige Zytostatika) sowie allergische Reaktionen auf das Nahtmaterial oder auf lokal angewendete Präparate.

Ebenso sollte man auf aktives und passives Rauchen verzichten. Es verringert die Durchblutung im Gewebe und verlangsamt den Heilungsprozess.

Auch bei optimaler Versorgung kommt es manchmal zu überschießender Bindegewebsvermehrung (Keloid). Die Ursache dafür ist unbekannt.

Bei großen Wunden kommt es durch vermehrte Exsudation zu ausgedehnten Granulationsgewebe und dadurch schlechterer Heilung (Heilung per secundam intentionem).

Einseitige Wundlagerung kann Dekubitus oder Ulcus cruris hervorrufen, welches für die Heilung eher kontraproduktiv ist. Frühzeitige Belastung kann zur Wunddehiszenz oder zum Narbenbruch führen. Durch die kontraktilen Eigenschaften der Myofibroblasten kommt es zu einer Volumenreduktion der Narbe und damit eventuell zu Narbenkontrakturen.

Infektionen der Wunde begünstigen die Entstehung von Granulationsgewebe und damit überschießender Narbenbildung.

 

Es gibt vier Phasen der Wundheilung:

Phase 1:

Exsudationsphase – der provisorische Wundverschluss

Ein bis acht Stunden nach der Verletzung. Nachdem Blutgefäße und Lymphgefäße verletzt wurden, füllt sich die Wunde mit Blut und Gewebewasser. Die Blutgerinnung leitet den Heilungsprozess ein und stoppt die Blutung. Zusätzlich wird die Wunde durch das Protein Fibrin verklebt.

Phase 2

Resorptionsphase – Phase der Wundreinigung und Infektionsbekämpfung
Ein bis vier Tage nach der Verletzung werden abgestorbenes Gewebe und in die Wunde eingedrungene Keime von Zellen der körpereigenen Abwehr (Granulozyten, Lymphozyten, Monozyten) abgebaut und beseitigt. Es wird auch die Phase der Wundreinigung und Infektionsbekämpfung genannt.

Phase 3

Proliferationsphase – geschädigtes oder fehlende Gewebe wird ersetzt

Drei bis zehn Tag nach der Verletzung startet die Neubildung von Blutgefäßen (Kapillaren) und die Bildung von Proteinen und Kollagenfasern. Die Wunde füllt sich mit Granulationsgewebe, ihr Durchmesser verkleinert sich allmählich.

Phase 4

Reparationsphase – Abdeckung der Haut mit einer Narbe

Sieben Tage bis einige Monate wird das Gewebes durch Vernetzung der kollagenen Fasern neu gebildet. Es entsteht eine immer stabiler werdende Narbe.

 

Natur-Heilmittel für die Wund-Heilung

Softlaser

Die Low-Level-Laser Therapie ist eine Regulationstherapie. Durch die Bestrahlung wird der Stoffwechsel der Zellen beeinflusst. In der Zelle werden verschiedene biochemische Vorgänge aktiviert, die der Abwehr der Erkrankung und in der Folge der Heilung dienen.

Die Lasertherapie ist bei ordnungsgemäßer Anwendung absolut nebenwirkungsfrei.

Das vom Gewebe absorbierte Laserlicht bewirkt eine bessere Verfügbarkeit von ATP (Adenosintriphosphat), welches der Treibstoff der Zelle ist. Durch die Aktivierung des Zellstoffwechsels wird die Teilungsrate der Fibroblasten und Epithelzellen beschleunigt, die Aktivität der Makrophagen gefördert und die Phagozytose gesteigert.

Die Freisetzung von schmerzhemmenden Biomediatoren bzw. Neurotransmitter (Serotonin, Endorphine) wird gefördert. Die Freisetzung schmerzauslösender bzw. schmerzvermittelnder Biomediatoren (Bradykinin, Prostaglandine) wird gehemmt. Diese, in mehreren Studien belegte Kaskade, bewirkt einen analgetischen Effekt.

Die oben angeführten Biomediatoren haben auch eine antiphlogistische (entzündungshemmende) und durch die Verbesserung der Mikrozirkulation antiödematöse (abschwellende) Wirkung. Durch die Steigerung der Makrophagenaktivität wird zusätzlich die lokale Abwehrlage verbessert.

Welche Vorteile bringt die Low-Level-Laser Therapie?

  • Durch die schnelle Abheilung bei Low-Level-Laser Therapie wird eine Steigerung der Lebensqualität beim Betroffenen erreicht.
  • Die Low-Level-Laser Therapie ist eine nebenwirkungsfreie Therapieform, welche gut vertragen wird.
  • Durch den konsequenten Einsatz der Low-Level-Laser Therapie kann Verbandstoff reduziert werden.
  • Die Low-Level-Laser Therapie reduziert die Schmerzen bei akuten Schmerzzuständen meist schon nach der ersten Behandlung erheblich.
  • Schwellungen und Ödeme werden durch den Einsatz der Low-Level-Laser Therapie vermindert.
  • Das Risiko einer Wundinfektion wird durch den Einsatz der Low-Level-Laser Therapie deutlich reduziert.

Heilkräuter

Bei schlecht heilenden oder chronischen Wunden wie dem Druckgeschwür werden zur Behandlung feuchte Umschläge empfohlen, die mit Extrakten aus Arnika, Kamille oder Ringelblume getränkt sind. Die Inhaltstoffe dieser Heilpflanzen wirken Infektionen und Entzündungen entgegen. Vor allem Kamille verbessert den Hautstoffwechsel und ist deshalb auch Bestandteil vieler Heilsalben, die die Wundheilung unterstützen. Das Öl aus Johanniskraut und Salben, die Johanniskrautextrakte enthalten, fördern außerdem die Neubildung des verloren gegangenen Gewebes.

 

Literatur-, Quellenversichnis

Blarer U. (2011). Praxisbuch Nahrungsmittel und Chinesische Medizin. Schiedlberg: Bacopa.
Focks C. (2000). Leitfaden Chinesische Medizin (2. Aufage). München-Jena: Urhan & Fischer.
Hempen, C-H. (2007). Chinesische Phytotherapie (2. Auflage). München-Jena: Urban & Fischer.
Sprung A, Winter Ch. (2014). Hausmannskost nach den 5 Elementen. Schiedlberg: Bacopa.
Wikepedia. (2017). Wundheilung. Letzter Abruf 16.10.2017. https://de.wikipedia.org/wiki/wundheilung.
Veganblatt.com. (2017). Leinsamen. Letzter Abruf 16.10.2017. http://www.veganblatt.com/heimische-superfoods-leinsamen.

 

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